„Tun alles dafür, Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten“

Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums im Landkreis sind weiter für die Patientinnen und Patienten da


Haßfurt/Ebern/Eltmann/Hofheim, 7. April 2020

 

Auch wenn das Corona-Virus und seine Folgen unser aller Leben weiterhin fest im Griff haben, muss man auf den Besuch bei Fachärzten nicht verzichten. Darauf weist das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) hin. In den Praxen in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim werden umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Gefahr einer Infektion so weit wie nur möglich zu minimieren.


„Wir wollen Patientinnen und Patienten die Angst nehmen“, erklärt Wilfried Neubauer. In den vergangenen Tagen hatten immer wieder Gerüchte die Runde gemacht, in denen von möglichen Risiken oder gar von Praxis-Schließungen die Rede war. Diesen tritt der Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums entschieden entgegen. „Wir erhalten die medizinische Versorgung der Bevölkerung aufrecht und tun alles dafür, die Ansteckungsgefahr so gering wie es nur geht zu halten.“ Dafür ist das MVZ, aufgrund einer vorausschauenden Organisation durch das Hygieneteam um Dr. Peter Range und Eva-Maria Parissi, Hgyienebeauftragte des MVZ, bestens aufgestellt.


Termine bei den Fachärzten des MVZ in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim können weiterhin abgesprochen und auch wahrgenommen werden. Allerdings müssen dabei einige Regeln und Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. „Wir bieten weiterhin die ambulante Versorgung in einem sicheren Umfeld durch geschultes medizinisches Personal, das mit der aktuellen Situation vertraut ist und mit Augenmerk auf die notwendigen Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen arbeitet“, sagt Wilfried Neubauer. Der Besuch beim Arzt läuft daher ein wenig anders ab als in normalen Zeiten.


Das beginnt schon im Vorfeld. Es ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten sich nicht einfach ohne Termin auf den Weg zum Facharzt machen, sondern in der jeweiligen Praxis anrufen, um einen Termin zu vereinbaren und die Mitarbeiter dort im Voraus zu informieren. Zum Arztbesuch selbst sollte man sich dann allein auf den Weg machen. Begleitpersonen, zum Beispiel Kinder oder Angehörige, dürfen die Praxis nicht betreten. Die ist alleine den Patientinnen und Patienten, dem Personal und den Ärzten vorbehalten.


Bei der Anmeldung in der Praxis wird dann ein so genanntes Screening durchgeführt. Dabei wird bei den Patientinnen und Patienten Fieber gemessen. Zudem werden mögliche Grippe-Symptome und Risikofaktoren abgefragt. „Es ist wichtig, dass die Fragen zuverlässig und wahrheitsgemäß beantwortet werden“, setzt Eva-Maria Parissi auf das Verständnis und Verantwortungsbewusstsein der Besucher. 
Die Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen und Ärzte in den Praxen tragen Mund- und Nasenschutz. „Nicht, um den Patientinnen und Patienten Angst zu machen“, führt die Hygienebeauftragte des MVZ aus. „Ganz im Gegenteil! Es handelt sich um allgemeine Maßnahmen zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter.“ 


Damit bei der Anmeldung der Mindestabstand von gut eineinhalb Metern eingehalten werden kann, steht vor den Theken in den Praxen ein zusätzlicher Tisch. In den Wartezimmern wird der Abstand dadurch gewahrt, dass zwischen den Patientinnen und Patienten zwei Stühle frei gelassen und nie mehr als vier Patientinnen und Patienten gleichzeitig im Raum sein dürfen.


Für die radiologische Praxis des MVZ in Haßfurt und die chirurgische Praxis in Ebern, die sich in den Krankenhausgebäuden befinden gelten die gleichen Regeln, die auch in den anderen Praxen des MVZ wirksam zur Anwendung kommen. Obwohl Krankenhäuser eigentlich nicht von Besuchern betreten werden dürfen, können Patientinnen und Patienten, die einen vereinbarten Termin haben, problemlos zu den Ärzten gelangen. „Auch in diesen Praxen können Termine wahrgenommen werden“, berichtet Wilfried Neubauer. Die Besucherinnen und Besucher durchlaufen dabei in der Zentralen Patientenaufnahme in Haßfurt oder an der Krankenhaus-Pforte in Ebern das Screening, bekommen eine Behelfsmaske ausgehändigt und können danach die Praxisräume aufsuchen.


Natürlich wird auch noch einmal auf die inzwischen gängigen Hygieneregeln, wie das Niesen in die Armbeuge oder das gründliche Händewaschen hingewiesen, für das Seife reicht. „Singen Sie zweimal Happy Birthday, dann können Sie sicher sein, dass Sie die empfohlene Zeit erreicht haben“, hat Eva-Maria Parissi einen Tipp parat.


Wer bereits Grippesymptome, wie Husten, Schnupfen, Halskratzen, infektionsbedingte Atemnot, Fieber oder eventuell Durchfall hat oder Kontakt zu einer mit Convid-19 erkrankten Person hatte, der sollte besondere Vorsicht walten lassen und das Personal in den Praxen bei der telefonischen Terminabsprache darüber bereits informieren. „Wenn es aber akute Probleme gibt, die eine Behandlung erfordern, dann darf man natürlich in die Praxis kommen“, macht Wilfried Neubauer klar. 


Der Patient bekommt in diesem Fall ebenfalls eine Behelfsmaske und wird behandelt. „Danach empfehlen wir, dass er sich in freiwillige häusliche Quarantäne begibt und das weitere Vorgehen mit dem Bereitschaftsdienst der KVB bespricht“, erläutert Eva-Maria Parissi und macht klar. „In unseren Praxen werden keine Corona-Tests vorgenommen und auch keine Abstriche genommen. Termine dafür gibt es ausschließlich über die KVB.“ Deren ärztlicher Bereitschaftsdienst kann unter 116117 erreicht werden.  

Foto (Praxisteam): Wir sind weiter für Sie da! Termine in der Chirurgischen Praxis des MVZ in Haßfurt können weiter wahrgenommen werden.

 

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